Beratungskonzept

 

Hiermit lege ich ein Konzept vor welches über meine Haltung Aussagen macht. Zudem stelle ich die Theorien vor an welche ich mich währende Beratungen orientiere.

 

 

 

Ziel der Beratung

 

Ziel systemischer Beratung ist es, langfristige, nachhaltige Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, um Systeme (Organisationen) überlebensfähiger, erfolgreicher und effizienter zu machen.“ (Königwieser/Hillebrand 2004/2017, S.20).

 

 

 

Grundannahmen über Organisationen

 

Organisationen verstehe ich als lebendige Systeme welche sich von sich aus entwickeln.

 

In jeder Organisation arbeiten Menschen die jeweils selbst verschieden Erfahrungen, Kompetenzen und Erwartungen mitbringen und zu den Teilen „„Gesellschaft“, „Welt“ oder „Natur“…“ (ebd. , S.21) gehören.

 

Zusammenhänge sind komplex und dynamisch. (ebd. S.31)

 

Alles hängt somit mit allem zusammen.

 

 

 

Menschenbild

 

Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch die Lösungen, was getan werden soll in sich trägt, jeder einzelne Mensch und jede Organisation.

 

 

 

Mein Menschenbild

 

Verhältnis des Menschen zu Individualität und Gemeinschaft

 

Der Mensch ist von seinen Erfahrungen von seiner Umwelt, seiner Herkunft geprägt. Seine Wünsche, Ziele orientieren sich an Erwartungen an sich selbst und an das Umfeld.

 

 

 

Das Verhältnis zum Gegenüber und zur Gruppe wird bestimmt durch seine Erwartungshaltung und der Annahme über Erwartungen des Gegenübers und der Gruppe. Beide Verhältnisse stehen in Beziehung mit dem Verhältnis zu sich selbst. Im Sinne von: „Willst du dein gegenüber ändern, beginne bei dir“. Ändert sich die Erwartungshaltung an das Gegenüber, ändert sich das Verhältnis zum und vom Gegenüber.

 

 

 

Das Verhältnis zum Weltgeschehen ist m.E. bestimmt durch die Erfahrungen, die mit Macht und Ohnmacht erlebt wurden. Wenn der Mensch über Erfahrungen verfügt, dass er Beiträge zur Veränderungen leisten konnte, so könnte davon ausgegangen werden, dass der Mensch mit dem Weltgeschehen angepasst umgehen kann (Kohärenzgefühl, Antonovsky).

 

 

 

Haltung und Verhalten

 

Allen Menschen gebührt Achtung und Anerkennung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung und Lebensgestaltung. Dies bedeutet jedoch nicht die uneingeschränkte Bejahung aller Verhaltensweisen.

 

 

 

Jeder Mensch ist eine einzigartige, eigenständige Persönlichkeit und gleichzeitig auf den Dialog angewiesen. Er bleibt sein Leben lang lern- und entwicklungsfähig.

 

 

 

Wertschätzung und Integrität des einzelnen Menschen stehen für mich als Beraterin an erster Stelle.

 

 

 

Allparteilich zu handeln ist selbstverständlich. Spannungsfelder zwischen institutionellem Auftrag und den Bedürfnissen der beteiligten Personen werde ich fachgerecht gestalten.

 

 

 

Ich handle authentisch, kongruent und auf Augenhöhe der Klienten. Ich setze mich kritisch mit mir selbst und mit meinen Beratungstätigkeiten auseinander. Ich verpflichte mich der Verschwiegenheit über die Beratungstätigkeit gegenüber Personen, die nicht beteiligt sind.

 

 

 

Ich orientiere mich bei der Erfüllung des Auftrages am Kundennutzen.

 

(vgl. bso 2009 …)

 

 

 

Das holistische Prinzip besagt, das alles in allem enthalten ist, was ich vertrete.

 

 

 

Die Rolle als Impulsgeber nehme ich ein, weil das System nur sich selbst entwickeln kann, wenn die Bedingungen dafür passen. ( Königswieser/Hillebrand, 2004/2017, S.41)

 

 

 

Metamodelle

 

Grundsätzlich lehne ich mein Handeln als Beraterin an anthroposophische, Erkenntnistheoretische sowie ethische Disziplinen an.

 

Für die Beratung, Interventionen und Hypothesenstellung bzw. Organisationsdiagnosen entscheide ich mich für eins oder mehreren oder Kombinationen der Metamodelle. Richtungsgebend ist dabei jeweils die sinnstiftende Funktion, die Gewinnung von Zielen, Theorien und passenden Methoden.

 

Ich vertrete eine humanistische wie auch konstruktive Haltung. 

 

 

 

Beratungstheorien

 

Systemische, prozessorientierte, konstruktivistische Modelle

 

Personenzentrierte Systemtheorie (Kriz, J. 2017)

 

Prozessorientierte Theorien (Königswieser/ Hillebrand 2004/2017 Schein,E.,)

 

Organisationstheorien (Schein, E., Königswieser/Hillebrand 2004/2017)

 

Konstruktivismus (Simon, F. 2006/2020, 2019)

 

Kommunikation (Watzlawik)

 

Veränderungstheorien (Lewin, Osterwalder)

 

Führungstheorie (Steiger/Lippmann, Malik, Seliger, R.)

 

 

 

Beratungsprinzipien

 

Prinzip der kleinen Schritte

 

Komplexität reduzieren

 

Bedeutung und Sinn zentralisieren

 

Prozessorientierung

 

Partizipation

 

 

 

Praxeologie: Beratungsmethoden und deren Einsatz

 

Wertschätzendes Auftragsgespräch ist die Grundlage für eine professionelle Arbeitsbeziehung mit dem Kunden.

 

Zirkuläre Fragen verhelfen der Vielperspektive die ein Thema beleuchtet und Möglichkeitsräume eröffnet.

 

Perspektiven Wechsel kann zu einer neuen Sichtweise beitragen. welch wiederum zum Finden von eigenen Lösungen verhelfen kann.

 

Aktives Zuhören ist eine wertschätzende Methode, welche ermöglicht, dass der Kunde die Zusammenhänge noch mal anders verstehen kann und Chancen eröffnet, Schlüsselwörter zu entdecken.

 

Paraphrasieren dient dazu die Herausforderungen des Kunden für den Kunden erkennbar zu gestalten.

 

Visualisieren ermöglicht neue Gesichtspunkte zu erkennen um das Anliegen anders zu sehen und Ressourcen und Lösungen zu finden.

 

Zukunftsvision und Szenarien erfragen

 

Prozessarchitektur dient der Transparenz und der Partizipation

 

Dialoge führen um ein gemeinsames Denken zu praktizieren der einen Raum für Möglichkeiten öffnet.

 

Partizipation für die Beteiligung der Betroffenen um nachhaltige Ergebnisse zu erreichen und Bewährtes zu erhalten.

 

Phasenmodell um stufenweise vorgehen zu können und ein Verstehen zu ermöglichen.

 

 

 

Damit liegt meine Aufgabe vor allem darin, Aufträge zu klären,  Beteiligte zu Betroffenen zu machen, Prozessdesign zu entwerfen und Prozessbegleitung durchzuführen.

 

 

 

Theoretischer Hintergrund

 

Wertschätzung entspringt der humanistischen Psychologie. Roger, C. ist ein wesentlicher Vertreter. Seine Grundmaxime sind: Der Mensch ist grundsätzlich gut.

 

 

 

Erkenntnisse

 

Durch Abstraktion vom Geschehen können Phänomene gedeutet werden wodurch ein Erkennen von inneren Zusammenhängen mit äusseren Gegebenheiten erkannt werden können.