Beratungskonzept

 Ziel der Beratung

Ziel systemischer Beratung ist es, langfristige, nachhaltige Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, um Systeme (Organisationen) überlebensfähiger, erfolgreicher und effizienter zu machen.“ (Königswieser/Hillebrand 2004/2017, S.20). 

 

Mein Menschenbild

Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch die Lösungen, was getan werden soll in sich trägt, jeder einzelne Mensch und jede Organisation.

Der Mensch ist von seinen Erfahrungen von seiner Umwelt, seiner Herkunft geprägt. Seine Wünsche, Ziele orientieren sich an Erwartungen an sich selbst und an das Umfeld.

Das Verhältnis zum Gegenüber und zur Gruppe wird bestimmt durch seine Erwartungshaltung und der Annahme über Erwartungen des Gegenübers und der Gruppe. Beide Verhältnisse stehen in Beziehung mit dem Verhältnis zu sich selbst. Im Sinne von: „Willst du dein Gegenüber ändern, beginne bei dir“.

Ändert sich die Erwartungshaltung an das Gegenüber, ändert sich das Verhältnis zum und vom Gegenüber.

Das Verhältnis zum Weltgeschehen ist m.E. bestimmt durch die Erfahrungen, die mit Macht und Ohnmacht erlebt wurden. Wenn der Mensch über Erfahrungen verfügt, dass er Beiträge zu Veränderungen leisten konnte, so könnte davon ausgegangen werden, dass der Mensch mit dem Weltgeschehen angepasst umgehen kann (Kohärenzgefühl, Antonovsky).

 

Haltung und Verhalten

Allen Menschen gebührt Achtung und Anerkennung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung und Lebensgestaltung. Dies bedeutet jedoch nicht die uneingeschränkte Bejahung aller Verhaltensweisen.

Jeder Mensch ist eine einzigartige, eigenständige Persönlichkeit und gleichzeitig auf den Dialog angewiesen. Er bleibt sein Leben lang lern- und entwicklungsfähig.

Wertschätzung und Integrität des einzelnen Menschen stehen für mich als Beraterin an erster Stelle

 

Verhalten

Allparteilich zu handeln ist  für mich selbstverständlich. Spannungsfelder zwischen institutionellem Auftrag und den Bedürfnissen der beteiligten Personen werde ich fachgerecht gestalten.

Ich handle authentisch, kongruent und auf Augenhöhe der Klienten. Ich setze mich kritisch mit mir selbst und mit meinen Beratungstätigkeiten auseinander. Verschwiegenheit  über die Beratungstätigkeit gegenüber Personen, die nicht beteiligt sind, ist für mich verpflichtend.

Der Kundennutzen  dient mir als Orientierung (vgl. BSO. 2009 ).

Da ein System sich nur selbst entwickeln kann, wenn die Bedingungen dafür passen, nehme ich die Rolle als Impulsgeber  ein ( Königswieser/Hillebrand, 2004/2017, S.41).

 

Metamodelle

Grundsätzlich lehne ich mein Handeln als Beraterin an anthroposophische, Erkenntnistheoretische sowie ethische Disziplinen an.

Methoden werden ausgewählt für sinnstiftende Funktion.

 

Beratungstheorien

Systemische, prozessorientierte, konstruktivistische Modelle

Personenzentrierte Systemtheorie (Kriz, J. 2017)

Prozessorientierte Theorien (Königswieser/ Hillebrand 2004/2017 Schein,E.,)

Organisationstheorien (Schein, E., Königswieser/Hillebrand 2004/2017)

Konstruktivismus (Simon, F. 2006/2020, 2019)

Kommunikation (Watzlawik)

Veränderungstheorien (Lewin, Osterwalder)

Führungstheorie (Steiger/Lippmann, Malik, Seliger, R., Minzberg)

 

Beratungsprinzipien

Prinzip der kleinen Schritte

Komplexität reduzieren

Bedeutung und Sinn zentralisieren

Prozessorientierung

Partizipation

 

Praxeologie: Beratungsmethoden und deren Einsatz

Aktives zuhören ermöglicht es neue Zusammenhänge zu erkennen.

Zirkuläre Fragen verhelfen der Vielperspektive, die ein Thema beleuchtet und Möglichkeitsräume eröffnet.

Perspektiven Wechsel kann zu einer neuen Sichtweise beitragen, welche wiederum zum Finden von eigenen Lösungen

 erfragen

Dialoge führen, um ein gemeinsames Denken zu praktizieren, der einen Raum für Möglichkeiten öffnet.

Phasenmodell um stufenweise vorgehen zu können und ein Verstehen zu ermöglichen.